Die zweite Seillänge der Tour Learn to Fly.

Erstbegehungen

· Ludwig Sandhacker

Erstbegehung - Pöngertlekopf Nordwand

Ziemlich genau 60 Jahre nach der Erstbegehung der Pöngertle Nordwand am 04.09.1966 gelang Fabian Lorenz und mir diesen September eine neue Tour. „Learn to Fly“ führt über mega Platten- und Wandkletterei auf den 2539 m hohen Pöngertlekopf im Lechquellengebirge. Ein super Abenteuer in großartiger alpiner Umgebung und irgendwie besonders, genau 60 Jahre nach der ersten Begehung hier eine neue Linie eröffnen zu dürfen

Wandhöhe: ca. 180 m

Kletterlänge: ca. 205 m

Schwierigkeit: 8+

Topo der Kletterroute "Learn to Fly".
Topo der Tour.

Charakter/Beschreibung:

1. SL: Kurze Platte, dann über Schotterbänder und Schrofenkletterei zum eigentlichen Einstieg.

2. SL: Mega Platten- und Wandkletterei! Nach einem brüchigen Kamin (0,75 und 2) folgt eine Querung in der Platte, danach geht es an einem feinen Riss entlang. Nach dem 5. BH geht es noch weiter bis kurz nach dem BH, dann anspruchsvolle Querung zum rechten Riss. Im oberen Teil geht’s nochmals über die Pfeilerkante bis zum Stand.

3. SL: Kurze Querung und dann entlang der feinen Verschneidung zum Schotterband.

4. SL: Schrofenkletterei nach rechts folgen.

5. SL: Nach einfachem Start direkt zum Dach klettern. Unterm Dach Querung nach links. Nun folgen spannende Züge im perfekten Fels bis zum Riss. Dort am besten leicht rechts haltend nach oben (0,75). Oben wird der Riss etwas breiter, bis es nach links zum Stand geht (2).

6. SL: Tolle Querung, am Beginn gar nicht so einfach. „Quere tief, dann geht nichts schief.“

7. SL: Die Rinne, bis sie abflacht, dann am Grasband nach rechts und nach oben aussteigen.

Material: 

50 m Halbseile, 14 Expressen, 1 Satz Friends bis 2 können zur zusätzlichen Sicherung gelegt werden.

Erstbegehung: Ludwig Sandhacker und Fabian Lorenz, 03. & 07.09.2026

(26.09.2026 1 RP)

Zustieg: 

Vom Parkplatz Formarinsee dem Weg Richtung Steinernes Meer folgen. Bei einem flachen Grasboden (ca. 1970 m) weglos nach Nordost auf den Grassattel. Dann tief bleiben und weiter Trittspuren auf der Grasflanke bis unter die Wand folgen. Von dort am Schutt bis zum Einstieg, ca. 1,5 h bis Einstieg.

Abstieg: 

Vom Gipfel nach Süden über Grashänge zum Steinernen Meer absteigen. Von dort am Wanderweg zurück zum Parkplatz.

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